Tankstellenmittelstand und Partner starten großangelegte E-Fuels-Kampagne

Erinnert an die Freitags-Demos: "Wir sind der Auffassung, dass die Bürgerinnen und Bürger das mit Blick auf die Bundestagswahl wissen müssen", so Uniti-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn (rechts im Bild), zum Start der Kampagne, die das Klimaschutz-Potenzial von E-Fuels herausstellen soll. Bild: Uniti

Wichtige Akteure des deutschen Tankstellenmittelstands, aber auch Unternehmen anderer Branchen haben in Berlin gemeinsam eine Kampagne pro E-Fuels gestartet, um "das Interesse der Autofahrer für klimaneutrale, synthetische Flüssigkraftstoffe zu wecken", wie es vom Initiator, dem Uniti Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen, heißt. Der Slogan „E-Fuels for Future“ soll bis Mitte Oktober etwa an rund 1.000 Tankstellen, an Tankwagen, in rund 2.000 freien Werkstätten sowie an Lieferfahrzeugen des freien Kfz-Teilehandels zu sehen sein.

Darüber hinaus setzten die Partner auf ein "breites Instrumentarium an klassischen Werbe- und Imageträgern" sowie auf PR-Aktionen und die elektronischen Medien, wie es heißt. Aber auch Endverbraucher im Wärmemarkt sollen angesprochen werden, rund 100 Heizölhändler unterstützen die Kampagne ebenfalls, um ihre Kunden über synthetische Brennstoffe zu informieren. Unter www.e-fuels.de ist zudem eine Kampagnenwebsite geschaltet, die über die Nutzung von E-Fuels im Kraft- und im Brennstoffmarkt und auch im Schmierstoffbereich informieren soll.

„Nur mit E-Fuels können die ambitionierten Klimaziele erreicht werden und die Energiewende im Straßenverkehr sowie im Wärmemarkt auf bezahlbare Weise gelingen - wir sind der Auffassung, dass die Bürgerinnen und Bürger das gerade mit Blick auf die Bundestagswahl wissen müssen", machte Uniti-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn anlässlich des Kampagnen-Starts in Berlin die politische Stoßrichtung der Aktion klar.

Er verwies auf die "drohende Lücke bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien in Deutschland" durch ein "eng begrenztes Ausbaupotential für grünen Strom aus Wind und Sonne hierzulande". Mit flüssigen E-Fuels ließen sich "erneuerbare Energien aus wind- und sonnenreichen Regionen der Erde nach Deutschland importieren". Vor allem könne über flüssige erneuerbare Energieträger auch "der gesamte Bestand von 58 Millionen Kraftfahrzeugen in Deutschland klimaneutral gemacht werden". Gleiches gelte für den möglichen Einsatz synthetischer E-Fuels in den "vielen Millionen Ölheizungen in Deutschland".

 

Mobilität
Artikel von Dominik Heuel
Artikel von Dominik Heuel