Rekordjahr für team AG

Donnerstag, 06. 06. 2019 | Kategorie: Daily News, News   Artikel druckendrucken

Bild: team AG

eid Für die noch in Süderbrarup ansässige team AG – 2020 will das Unternehmen seinen Hauptsitz in eine neu gebaute Konzernzentrale in Flensburg verlegen und investiert dafür 20 Millionen Euro – war 2018 das bislang beste Jahr der Firmengeschichte. Auf der 20. Hauptversammlung präsentierten die Vorstände Iwer Jensen und Kevin Lorenzen am 21. Mai in der Flens-Arena das abgelaufene Geschäftsjahr und äußerten sich auch zur aktuellen Unternehmensentwicklung.

Es sei trotz des „herausfordernden Marktumfelds und teilweise schwierigen Bedingungen“ gelungen, die Finanzziele „nicht nur zu erreichen, sondern sogar wieder zu übertreffen“, zeigte sich team AG-Vorstands-Chef Jensen zufrieden. Der Jahresumsatz lag 2018 bei 1,91 Milliarden Euro (+ 13,5 Prozent), das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern erhöhte sich um 20,5 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. „Unsere starken Tochtergesellschaften und Beteiligungen, erfolgreiche Investitionen und ein klarer Fokus auf die Kosten machten dieses Resultat möglich“, sagte team AG-Vorstand Lorenzen. Er wird künftig den Vorstandsvorsitz übernehmen, Iwer Jensen scheidet zum Jahresende aus dem Unternehmen aus und geht in den Ruhestand. Für ihn heuert Carsten Gemeinhardt an, der im Vorstand das Bau-Geschäft verantworten wird, während Kevin Lorenzen sich weiterhin zuvorderst um das Energie-Geschäft kümmern wird.

Dieses hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rund drei Viertel der Konzernumsätze bei der 1999 gegründeten Gruppe erwirtschaftet. Getrieben durch höhere Ölpreise und einen weiteren Ausbau des Geschäfts waren dies 2018 1,45 Milliarden Euro, ein Plus von 14,2 Prozent im Vergleich zu 2017. Die deutlich kleinere Sparte Bau erlöste (konsolidiert) 465 Millionen Euro (+ 11,3 Prozent). Profitieren konnte die Energiesparte, wo das Geschäft mit Mineralöl-, Schmierstoffen, Tankstellen sowie Energie-, Strom- und Gashandel gebündelt wird, von deutlich höheren Margen beim Diesel und im Heizölhandel. Der Heizöl-Absatz ging im vergangenen Jahr allerdings zurück, mit 449 Millionen Liter lag man 7 Prozent unter den Vorjahresmengen. Das deutlich höhere Preisniveau hielt viele Heizölkunden davon ab, die Tanks allzu voll zu machen.

Der Dieselabsatz insgesamt ging bei team im vergangenen Jahr ebenfalls zurück und lag mit 863 Millionen Litern um 2,3 Prozent unter dem 2017er-Wert, während über die Tankstellen 3,3 Prozent mehr Diesel abgesetzt wurde. Der Benzinabsatz blieb mit 176 Millionen Liter unverändert auf dem Niveau von 2017. Wenngleich 2018 für die Branche mit seinem langen und trockenen Sommer und den Versorgungsschwierigkeiten aufgrund der niedrigen Pegelstände zeitweilig anspruchsvoll war, gelohnt hat sich das Tankstellengeschäft 2018. Auch für das norddeutsche Unternehmen, das auf eine „deutliche Verbesserung der Margen und des Rohertrags“ verweist. Man habe das eigene Tankstellennetz durch Investitionen in bestehende Stationen z.B. im Shop-Geschäft oder bei Waschanlagen gestärkt, heißt es. Im Shop- und Dienstleistungsgeschäft verzeichnete team 2018 dann auch eine Steigerung beim Rohertrag. Stand Juni 2019 weist team 75 Straßentankstellen, 34 Automatenstationen und 92 ebenfalls unbemannte Tankstellen aus, die man im Rahmen des Joint Ventures tankpool24 betreibt. Tankpool24 ist eine Tankstellen-Kooperation von 19 mittelständischen Mineralölunternehmen mit insgesamt 950 Tankstellen (europaweit).

Auch beim Strom & Gas lief es innerhalb der Unternehmenssparte Energie gut. Es wurden nicht nur Absatzmengen und das Ergebnis gesteigert, auch die Kundenzuwächse fielen positiv aus. Ende 2018 zählte der Geschäftsbereich, der 2018 mit dem Deutschen Servicepreis ausgezeichnet wurde, rund 22.000 Strom- und Gaskunden, 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Wachstumstrend, der sich auch in diesem Jahr weiter fortsetzt, Ende April lag man bereits bei knapp 30.000 Strom und Gaskunden.

Auf Konzernebene rechnet man bei team für 2019 mit einem deutlichen Umsatzwachstum, wenngleich diesem wohl ein höheres Preisniveau zugrunde liegen wird. Was den Gewinn vor Steuern betrifft, so prognostiziert der Vorstand für die team-Gruppe – insbesondere im Hinblick auf Sondereffekte im abgelaufenen Jahr, die sich nicht wiederholen werden – einen Rückgang von 7,6 Prozent im Vergleich zu 2018.