Gaswirtschaft will Pflicht-Quote und Steuervorteile für Grüngas

Freitag, 14. 09. 2018 | Kategorie: News   Artikel druckendrucken

Bild: fotlia/alexkich

eid Dass Deutschland sein Klimaschutzziel für das Jahr 2020 (minus 40 Prozent Klimagasausstoß gegenüber 1990) verfehlen wird, scheint ziemlich sicher. Nur ein radikaler Kohleausstieg (vor allem ein schneller Abschied von der Braunkohle) kombiniert mit einem nochmals beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarenergie könne hier noch helfen, sagen Umweltpolitiker. Das 2030er-Ziel – 55 Prozent Klimagasreduktion – solle aber „auf jeden Fall“ eingehalten werden, so steht es jedenfalls im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung. Der Weg dorthin ist allerdings nicht klar vorgezeichnet.

Gegen eine Vollelektrifizierung, natürlich mit grünem Strom, wie sie in Teilen der Politik und ebenso von den Energiewirtschaftsverbänden der Erneu­erbaren gefordert wird, wehren sich die Vertreter der „etablierten“ Energien Öl und Gas, die heute noch die Verbrauchsbereiche dominieren, in denen sich die Energiewende – anders als im Stromsektor – noch nicht durchgesetzt hat. Ihr Argument: Klimaschutz lasse sich auch mit Öl und Gas umsetzen, und das vor allem oftmals viel günstiger als bei einer Rundum-Elektrifizierung, weil bestehende Infrastrukturen genutzt werden könnten. Überhaupt gebe es hier noch enorme Effizienzpotenziale zu heben, auch, indem bei beiden Systemen die Erneuerbaren-Anteile gesteigert werden.

Für die Mineralölwirtschaft ist das Zukunftsthema deshalb E-Fuels – synthetisch aus Grünstrom hergestellte flüssige Kraft- und Brennstoffe, die extrem treibhausarm über die bereits vorhandenen Tankstellen in die bestehenden Autos getankt oder zur Wärmeerzeugung in Ölheizungen verwendet werden können.
Die deutsche Gaswirtschaft setzt ebenfalls auf mehr grünes Gas im Energiesystem – entweder synthetisch aus …

Ausführlich zum Thema vor dem Hintergrund einer aktuellen Untersuchung mehrerer Gasforschungsinstitute der aktuelle EID 38/18.



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