Wachstum und Klimaziele schließen sich auch 2018 aus

Freitag, 12. 01. 2018 | Kategorie: News   Artikel druckendrucken

Bild: Claffra/Fotolia

eid In diesem Jahr schließen die letzten deutschen Steinkohlenzechen. Ende 2018 ist in Ibbenbüren und Prosper-Haniel in Bottrop Schluss. Damit endet ein Stück erfolgreicher deutscher Industriegeschichte, die ohne Kohle nicht denkbar gewesen wäre.

Dafür hat ein neues Zeitalter bereits begonnen, das der erneuerbaren Ener­gien. Sie sollen vor allem die für das Klima so schädlichen CO2-Emissionen der fossilen Energieträger zurückdrängen. Aber die Politik will gleichzeitig Wirtschaftswachstum. Beides zusammen funktioniert nicht in einer energieintensiven Volkswirtschaft, in der fossile Energieträger immer noch einen Anteil von über 80 Prozent am Primärenergieverbrauch besitzen. Sie werde alles dafür tun, um das Ziel von 750 Millionen Tonnen CO2 für das Jahr 2020 zu erreichen, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestagswahlkampf 2017. Eine neue Bundesregierung – so sie denn unter Beteiligung der SPD entsteht – wird sich dazu nun nicht mehr bekennen. Bei guter Konjunktur haben in den letzten drei Jahren die deutschen CO2-Emissionen nicht mehr abgenommen. Da für 2018 wieder ein Wirtschaftswachstum von mindestens 2 Prozent erwartet wird, dürften die CO2-Emssionen auch in diesem Jahr nicht sinken.

Eine fortdauernde Schieflage bei den CO2-Emssionen wird 2018 auch dadurch begünstigt, dass die Kohleverstromung nur halbherzig vermindert … Zum Jahresstart nimmt der EID in der aktuellen Ausgabe 03/18 mögliche Entwicklungslinien der Energiewirtschaft in einer umfassenden EID-Vorausschau 2018 unter die Lupe.



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