Westfalen-Chef geht Berliner Mobilitäts-Strategie hart an

Donnerstag, 20. 07. 2017 | Kategorie: News   Artikel druckendrucken

(V.l.) Finanz-Vorstand Torsten Jagdt, Vorstands-Chef Wolfgang Fritsch-Albert und Vertriebs-Vorstand Reiner Ropohl. Bild: Westfalen AG

eid Wolfgang Fritsch-Albert ist ein Mann klarer Worte. Und weil ihm in der deutschen Energiepolitik derzeit so einiges missfällt, insbesondere mit Blick auf die Mobilität der Zukunft, nutzte er – ganz wie man ihn kennt – auch in diesem Jahr wieder die  Bilanzpräsentation seines Unternehmens, des Westfalen-Konzerns, für einige klare Aussagen.

Die Hängepartie bei der schon vor vier Jahren im Berliner Koalitionsvertrag versprochenen Verlängerung der Steuerbegünstigung für gasförmige Kraftstoffe? Ein „Unding sondergleichen“. Dass Erdgas mit einer Steuerbegünstigung bis zum Jahr 2026 gegenüber Autogas – nur bis Ende 2022 – dabei deutlich besser wegkomme, „versteht unter den Fachleuten niemand“, zumal man sich im politischen Berlin und Brüssel „den Mund fusselig geredet“ habe, um zu verdeutlichen, dass LPG auch aus Emissionssicht eine genauso förderungswürdige Kraftstoff-Alternative wie Erdgas sei.

Und die Elektromobilität? Wird kommen, „weil die Politik es will“. Er hoffe jetzt nur, dass der Gesetzgeber bei der Förderung von Strom als Kraftstoff, insbesondere bei der von Westfalen favorisierten Wasserstoff-Elektromobilität, nicht genauso planlos agiere wie bei LPG: „Wenn das bei Wasserstoff genauso schief geht, dann gute Nacht“, so Fritsch-Albert.

„In unserem Netz ist das Tail-end nur noch sehr klein“

Dass sich die Tankstellenlandschaft in Zukunft weiter verändern werde, ist für den Westfalen Konzern-Chef auch abseits des „E-Faktors“ ausgemachte Sache. Fritsch-Albert sprach in Münster gar von einem „Tankstellen-Sterben“ zumindest auf längere Sicht, weil die klassischen Kraftstoffe Benzin und Diesel effizienzbedingt ohnehin schrumpften und die Alternativen zusätzlichen Druck ausüben würden.

Der Markt werde sich deshalb auf weniger, dafür leistungsstarke Tankstellen konzentrieren (müssen), ein Prozess, der längst laufe und, so ergänzte Westfalen-Vertriebs-Vorstand Reiner Ropohl, bei seiner Firma schon weit fortgeschritten sei: „In unserem Netz jedenfalls ist das Tail-end nur noch sehr klein“, bedeutet: Bei Westfalen werde es …

Lesen Sie den eingehenden Bericht zur Geschäftsentwicklung bei der Westfalen AG im nächsten EID 30/17.



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