Gute Margen im Öl-Downstream – Debatte um Energiesteuern

Freitag, 19. 05. 2017 | Kategorie: News   Artikel druckendrucken

Bild: Deutscher Bundestag / Werner Schüring

Bild: Deutscher Bundestag / Werner Schüring

eid Saudi-Arabien, das bisher schon die Hauptlast der Ölförder-Verknappung getragen hat, und Russland, dessen Beitrag zur versprochenen Kürzung bisher eher gering bis gar nicht war – wollen länger (bis Ende März 2018) weniger Öl fördern (Seite 17). Ob und wann damit ein Marktgleichgewicht erreicht wird, steht in den Sternen.

Das Ergebnis sind aktuell relativ niedrige Mineralölproduktenpreise in Deutschland. Der EID hatte in seiner Vorausschau auf das Jahr 2017 (EID 03/17) den Satz geschrieben: „Für die Haushalte steigt der Strompreis im Jahr 2017 im Vergleich zum Jahr 2000 um 35 Prozent, der Erdgaspreis um knapp 10 Prozent und der Heizölpreis um null Prozent.“ In einem Gutachten des regierungsnahen Instituts Agora Energiewende heißt es: „2016 waren Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas kaum teurer als 2003 und viel billiger als 2012“, Steuern und Abgaben auf Mineralölprodukte seien kaum gestiegen und viel zu niedrig.

„Machen Strom billiger und Öl teurer“

Die Steuer- und Abgabenpolitik auf Energie dürfte demnach zu einem Thema nach der nächsten Bundestagswahl werden, Agora will „das System vom Kopf auf die Füße stellen“. Die Diskussion dreht sich in Richtung Entlastung des Stroms bei Steuern und Abgaben einerseits und Belastung der Mineralölprodukte andererseits, womöglich durch eine CO2-Steuer. Wenn Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, darauf hinweist, dass der Anteil der Netzentgelte am Strompreis in Zukunft weiter steigen werde, dann unterstreicht er damit den politischen Druck, die Elektrifizierung kostenmäßig zu entlasten. Nach der Bundestagswahl könnte es politisch heißen: „Wir machen Strom billiger und Öl teurer.“

Der Verbraucher profitiert zwar von den günstigen Mineralölpreisen, aber geht mit dem Öl nicht verschwenderisch um. Schon 2016 hat der deutsche Mineralölverbrauch in etwa stagniert, im ersten Vierteljahr 2017 ist er … Ausführlich zur Entwicklung des Mineralölgeschäfts im ersten Halbjahr 2017 und zur Debatte um die Neuverteilung der politischen Lasten auf die Energieträger im aktuellen EID 21/17.



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