eid Zu Jahresbeginn kannten die Ölpreise nur eine Richtung, nämlich nach oben. Die Rohölpreise kletterten auf über 80 US-Dollar je Barrel, getrieben von der Spekulation, wie die meisten Marktbeobachter meinten, denn die Fundamentaldaten – schwache Nachfrage, hohes Angebot – gaben einen solchen Anstieg nicht her. Nun geht es seit etwa drei Wochen wieder nach unten, Brent-Rohöl (Frontmonat) notiert inzwischen bei etwa 73 US-Dollar je Barrel, und auch die Produkte in Rotterdam sind wieder günstiger zu haben. Für die IEA sind diese Preisschwankungen Grund genug, mit der OPEC, Regulierungsbehörden und Banken über eine Begrenzung der Spekulation in diesem Markt zu sprechen. Diese Beratungen sollen Ende Februar in Paris stattfinden.
Von dem jüngsten Preisrückgang haben die deutschen Verbraucher bisher sehr unterschiedlich profitiert. HEL kostet nach dem Höchststand von etwa 64 Euro/100 l inzwischen trotz Kältewelle nur noch knapp 60 Euro/100 l, dagegen sind die Tankstellenpreise (Eurosuper knapp 137, Diesel 116 Cent/l) weiterhin hoch.