EBV legt neuen Geschäftsbericht vor

Freitag, 30. 10. 2009 | Kategorie: News   Artikel druckendrucken

Rohöl- und Produktenreserven für 90 Verbrauchstage lagert der EBV für den Krisenfall, Bild: Oiltanking
Rohöl- und Produktenreserven für 90 Verbrauchstage lagert der EBV für den Krisenfall, Bild: Oiltanking

eid Der Erdölbevorratungsverband (EBV) hat seinen neuen Geschäftsbericht für das Haushaltsjahr 2009/2010 (1. April bis 31. März) vorgelegt. Der Verband hält die gesetzlich geforderten Rohöl- und Produktenreserven für den Fall einer Störung der Mineralölversorgung. Die auf 90 Verbrauchstage berechnete Vorratspflicht belief sich im zurückliegenden Haushaltsjahr auf rund 19,9 Millionen Tonnen. Im abgelaufenen Jahr hat der EBV begonnen, seine Heizöl-Bestände in eine marktgerechte Qualität mit maximal 50 ppm Schwefelanteil auszutauschen. Darüber hinaus hat der Verband in der Erzeugnisgruppe 1 seine Bestände an Normal- gegen Superbenzin ausgetauscht und in der Erzeugnisgruppe 2 den bedarfsgerechten Austausch von Heizöl in Diesel und Flugturbinenkraftstoff JET A-1 fortgesetzt. Am 31.03.2009 verfügte der EBV über Vorräte von insgesamt 24,8 Millionen Tonnen Mineralöle. Hiervon waren 2,3 Millionen Tonnen Vergaserkraftstoffe, 7,5 Millionen Tonnen Heizöl, Diesel und Flugturbinenkraftstoff JET A-1, 0,1 Millionen Tonnen Heizöl schwer und 14,9 Millionen Tonnen Rohöle. Da Rohöl nur teilweise auf die Vorratspflicht angerechnet wird, entspricht dies einer Vorratspflichtdeckung von insgesamt 21,4 Millionen Tonnen.

Von den bestehenden Lagerverträgen wurden zum 31.03.2009 oberirdischer Tankraum und Delegationsmengen mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Million m3 gekündigt. Im Wege der Ausschreibung wurden rund 1,9 Millionen m3 an Lagerkapazität neu unter Vertrag genommen, wobei Verträge über Delegationsmengen nicht abgeschlossen wurden, heißt es vom EBV.

Mit Übergang auf das Haushaltsjahr 2009/2010 erhöhte sich die Vorratspflicht um insgesamt 617.000 Tonnen auf 20,5 Millionen Tonnen. Dies entspricht einer Steigerung um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Haushaltsjahr soll die im vergangenen Jahr begonnene Austauschaktion der in der Kavernenanlage Sottorf gelagerten Gasölbestände gegen Rohöl abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird die Befüllung des neu akquirierten JET A-1-Tankraumes mit dem Ziel, die Vorräte der Erzeugnisgruppe 2 an die Verbraucherstruktur anzupassen, fortgesetzt.

Die Beitragseinnahmen des Verbandes sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 25,5 Millionen auf insgesamt 378,4 Millionen Euro gestiegen. Dieses sei vor allem auf das rückläufige Marktpreisniveau beim leichten Heizöl und dem damit verbundenen höheren Absatz zurückzuführen, so der EBV.

Am Ende des Berichtsjahres hatte der Verband mit 107 Mitgliedern neun Mitglieder mehr als zum Ende des vorangegangenen Haushaltsjahres.



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