eid ExxonMobil hat in der amerikanischen Stadt Baltimore zusammen mit dem Elektroauto-Hersteller Electrovaya unter dem Namen „AltCar“ ein Car-Sharing- und Autoverleih-Programm gestartet. Die fünftürigen und fünfsitzigen E-Autos vom Typ Maya-300 können von Einwohnern Baltimores oder Besuchern der Stadt für einen Tag ausgeliehen werden. Es handelt sich um eine der ersten Elektroauto-Verleihflotten in Nordamerika. Gespeichert wird der Strom in verbesserten Lithium-Ionen-Batterien der Firma Electrovaya, in denen die von Exxon Chemicals speziell für Lithium-Ionen-Batterien entwickelten Trennfilme verwendet werden.
Mit dem Programm und einer Ausstellung über die Bedeutung der effizienten Energieverwendung im Verkehr im Maryland Science Center von Baltimore wollen ExxonMobil und Electrovaya Benutzer und Besucher mit dem Elektroantrieb bei Autos und anderen neuen Technologien im Verkehr vertraut machen. Für diese Aktivitäten hat ExxonMobil mehr als eine halbe Million US-Dollar aufgewendet, einschließlich des Preises für die Autos.
Die US-Regierung fördert die Entwicklung Kraftstoff sparender Antriebe mit Mitteln aus dem mit 25 Milliarden US-Dollar ausgestatteten Programm zur Entwicklung neuer Fahrzeug-Technologien aus dem Jahr 2007. Davon sind 5,9 Milliarden US-Dollar Ford, 1,6 Milliarden US-Dollar Nissan und 465 Millionen US-Dollar dem kalifornischen Hersteller elektrischer Sportwagen Tesla zugeteilt worden, an dem sich kürzlich Daimler mit 10 Prozent beteiligt hat. Ford hat sich dagegen aus der Nucellsys zurückgezogen, einem Joint Venture mit Daimler zur Entwicklung des Brennstoffzellenantriebs. Nach Fords Auffassung wird die Brennstoffzelle als Autoantrieb erst in fernerer Zukunft eine Rolle spielen. Jetzt will man sich auf zeitnahe Technologien konzentrieren. „Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen nachhaltige Technologien nicht nur für Hunderte oder Tausende, sondern für Millionen Autos“, meinte Ford-Chef Alan Mulally zu der Prognose der Beratungsfirma CSM Worldwide, nach der 2015 in der Welt lediglich 100.000 E-Autos hergestellt werden – 0,1 Prozent der gesamten Weltautoproduktion. Hohe Kosten und noch nicht ausreichend entwickelte Batterien bremsten das E-Auto. In Deutschland fördert der Staat die Erforschung alternativer Antriebe mit 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm. Käufer von E-Autos brauchen fünf Jahre lang keine Kfz-Steuer zu bezahlen.